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Materialien zur Lesekompetenz

Lesen ist eine elementare Schlüsselqualifikation und eine grundlegende Voraussetzung für das Lernen in allen Fächern und Lernbereichen.

Unter Lesekompetenz versteht PISA „die Fähigkeit, geschriebene Texte unterschiedlicher Art in ihren Aussagen, ihren Absichten und ihrer formalen Struktur zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können, sowie in der Lage zu sein, Texte für verschiedene Zwecke sachgerecht zu nutzen.“

Die drei Aspekte, die dabei unterschieden werden, sind:

  • Informationen ermitteln
  • Textbezogenes Interpretieren
  • Reflektieren und Bewerten

Für das Erlernen des Lesens in der Grundschule ist es deshalb bedeutsam, Kinder von Anfang an über den Erwerb der Lesetechnik hinaus zum systematischen, sinnentnehmenden Lesen anzuleiten, indem sie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Texterschließung kennen lernen und sich durch den konkreten Umgang mit Texten nach und nach Teilkompetenzen einer umfassenden Lesekompetenz erwerben.

Der Erwerb der Lesekompetenz umfasst ein breites Spektrum an Fertigkeiten, Fähigkeiten, Kenntnissen und Strategien. Sie ist damit mit keiner Klassenstufe abgeschlossen, sondern muss kontinuierlich mit wachsendem Anspruch erweitert werden.

Häufig wird jedoch im eher konventionellen Leseunterricht die Schulung der Lesefertigkeit stärker betont als die Förderung der Lesekompetenz. Der Unterricht muss deshalb in der Weise angelegt sein, dass er alle Facetten des Lesenlernens berücksichtigt. Dabei helfen Strategien der Texterschließung.

Duke und Pearson (Duke,  Pearson (2002). Zit. in: Bos, W. u.a. (Hrsg.). (2007). IGLU 2006. Waxmann: Münster. S. 162ff.) benennen Lesestrategien, die den Verständnisprozess beim Lesen nachweislich unterstützen.

  •  „Vorhersagen machen“ aktiviert das Vorwissen;
  • durch „Lautes Denken“ können Lehrkräfte Verständnisstrategien demonstrieren, Schülerinnen und Schülern hilft es, den eigenen Verständnisprozess zu steuern;
  •  „Die Textstruktur anhand inhaltlicher oder formaler Kategorien klären“ hilft, einen Überblick über einen Text zu erhalten
  •  „Den Text bildlich darstellen“ macht Zusammenhänge und Bezüge innerhalb eines Textes sichtbar;
  • „Zusammenfassen“ erfordert, Wesentliches von Unwesentlichen zu trennen und ist damit eine Methode, um die zentralen Aussagen und Kernbotschaften eines Textes zu identifizieren;
  • „Sich unbekannte Wörter erschließen“ macht es möglich, auch schwierige Texte ohne Hilfe zu lesen
  •  „Fragen stellen“ ist eine Methode, sich gezielt Informationen aus dem Text zu suchen, und gleichzeitig auch eine metakognitive Strategie zur Steuerung des Verständnisprozesses.

Nach Duke und Pearson sollen die Schülerinnen und Schüler die Kompetenz entwickeln, selbst Fragen an den Text zu stellen. Aber auch bereits geeignete, formulierte Leseaufträge unterstützen das Textverständnis.
Um sich über Fragen zu einem Text diesen zu erschließen, müssen die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Aufgabenformaten vertraut sein.

Nachfolgend finden sich exemplarische Textbeispiele, die sich die Schülerinnen und Schüler über offene, halboffene und geschlossene Aufgabenformate erschließen können. Werden diese Texte thematisch eingebettet in eine Unterrichtsreihe, haben die Kinder Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Aufgabenformaten vertraut zu machen.

Um die Entwicklung von Lesestrategien zu unterstützen, ist es unbedingt notwendig, dass im Anschluss die Erfahrungen der Kinder, wie sie beim Lesen und Bearbeiten der Aufgaben vorgegangen sind, reflektiert und verbalisiert werden.

Die folgenden Materialien können Sie sich als PDF-Dokumente herunterladen und ausdrucken:

Lesen von Anfang an


interner LinkMaterialien für die Lesekompetenz für die Klassenstufen 1 und 2

interner LinkMaterialien für die Lesekompetenz für die Klassenstufen 3 und 4

 

Literatur- und Materialliste: Lesen

 

 

Diesen Bereich betreut E-Mail an Karen Finck, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am 27. April 2011. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz