Projektbeschreibung
Frühes Fremdsprachenlernen in der Grundschule Deidesheim und der städtischen Kindertagesstätte „Vogelnest“
Kooperationskonzept
1. Überspannende Zielsetzung:
„Fremdsprachenlernen als Kontinuum“
1.1.
- sehr frühe Entwicklung von Sprachfreude, Sprachbegeisterung und Sprachbewusstsein, „language awareness“
- Ausbildung von Kompetenzen, die ein lebenslanges Sprachenlernen begünstigen nach dem Motto:
-
s o f r ü h w i e m ö g l i c h
s o i n t en s i v w i e m ö g l i c h
s o n a t ü r l i c h w i e m ö g l i c h
s o m o t i v i e r e n d w i e m ö g l i c h
1.2.
Sowohl der Erwerb kommunikativer Redemittel, als auch das Überwinden von Sprachbarrieren und eine besonders positive Einstellung zur französischen Sprache, der Erwerb von Toleranz, Kontaktfreudigkeit und Offenheit zu anderen Kulturen im Hinblick auf die Besonderheiten einer europäischen Identität stehen im Vordergrund. Insbesondere soll somit ein Beitrag zur nachhaltigen Bildung der Kinder in einer europäischen Gesellschaft für die Zukunft geleistet werden.
1.3. Vision/Fernziel
Vision und Fernziel ist/sind bilingualer Unterricht in der IFA-Französisch an der Grundschule Deidesheim und/oder zweisprachige Erziehung bereits in der Kita „Vogelnest“, so dass im Vorschulalter gepflegter Spracherwerb und bikulturelles Verständnis als Basis für die nahezu nahtlose Weiterführung in die Primarstufe dienen kann.
2. Erwartungen an die Lernentwicklung in Französisch
2.1.
Kind- und sachgemäßer möglichst früher Zugang zur Fremdsprache Französisch durch ganzheitliches bzw. integriertes Lernen in Sinnzusammenhängen unterschiedlicher Lernbereiche.
2.2.
Begegnung mit der Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes Frankreich durch Wecken von Neugier und Interesse und Offenheit für die Fremdsprache Französisch und für alle Menschen, die diese Sprache sprechen.
3. Konzeptverantwortliche
Frau Brandner, Leiterin der städt. Kindertagesstätte „Vogelnest“
Herr Busch/Frau Weis, Leiter/Stellvertreterin der Grundschule Deidesheim
2.3. Situationsanalyse
a) In der Kindertagestätte „Vogelnest“ und in je einer Klasse pro Klassenstufe der Grundschule Deidesheim lernen Kinder Französisch. Eine Muttersprachlerin, Frau Hinault-Le-Brun, ist in beiden Einrichtungen tätig.
Auf Grundlage des vorliegenden Kooperationskonzeptes soll die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen gestärkt werden. Der Focus wird hierbei auf den französischen Spracherwerb der Kinder gelegt, der durch die Kooperation kontinuierlich gefördert werden und damit auch einen Beitrag zum „sanften Übergang“ in die Grundschule leisten soll. Durch die Zusammenarbeit auch im Bereich der Elternarbeit soll zudem die Akzeptanz und die Freude an der französischen Sprache verstärkt werden.
b) Lernpsychologische Bedingungen für das frühe Lernen der französischen Sprache
• Kita/GS-Alter ist die beste Zeit zum Lernen der französischen Sprache.
„critical period hypotheses versus windows of opportunity“.
• In der Kita „Vogelnest“/GS Deidesheim ist ein positives Lernklima vorzufinden.
• ein frühes Erfolgserlebnis in der Kita beflügelt das Lernen der franz. Sprache. „Des succès précoces facilitent l’apprentissage du français.“
• Kita-/GS-Kinder begegnen der Sprache offen und unbefangen.
2.4. Methodisch- didaktischer Ansatz
Methodisch-didaktischer Ansatz ist das Zweisprachenmodell nach dem Immersionsansatz: Die Begegnung mit der französischen Sprache findet – nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ – im Sprachbad statt; das heißt, Französisch ist nicht nur Begegnungs-, sondern Alltags- und Umgangssprache. Das bedeutet im authentischen Alltagsgebrauch kann aktives Sprachhandeln gefördert werden.
Die Auseinandersetzung mit der französischen Sprache in der Grundschule erfordert deshalb eine integrative, spiralförmige, interkulturelle, kommunikative und exemplarische Vorgehensweise.
3. Konkretisierung unseres Kooperationskonzeptes
Feste Ansprechpartner, die sich regelmäßig treffen mit den Zielen:
• gegenseitiges Kennen lernen der jeweiligen Bildungs-/Rahmenpläne und Vernetzung durch Vorbereiten, Anknüpfen, Austauschen
• Planung gemeinsamer Aktivitäten (Projekte, Feste, Fortbildungen, Austausch von Medien/Materialien, Weitergabe von Vorbereitetem, Gestaltung des Übergangs mit französischen Elementen)
• Gemeinsame Elternarbeit durch Eltern-Infoabend zum Thema „Frühes Fremdsprachenlernen Französisch in Rheinland-Pfalz“
Vereinbarte Grundlagen des Konzeptes im Jahr 2007/2008
• Vorlage eines Kita-Portfolios für GS-Lehrer
• Vorstellung des Konzeptes IFA-Französisch der GS und Kita „Vogelnest“ im Vor-Elternabend für künftige Erstklässer( In der ersten halben Stunde, evtl. Unterstützung durch Fachreferent).
• mind. 1 x im Halbjahr ein gemeinsames Treffen der Kooperationsgruppe
• Sprachtraining Französisch von Frau Hinault für Kolleginnen als Begleit-AG (5 x im Halbjahr, je 2 Stunden)
• GS informiert KITA über IFA-Fortbildungen des IFB
Hospitationen mit den Zielen
• Vergewisserung über gemeinsame pädagogische Grundsätze und gegenseitige Unterstützung
• Kennen lernen der praktischen Arbeitsweisen
(Methoden: Lieder, TPR, Spiele, Theaterstücke, storytelling, Regeln, Rituale,
Portfolio, Materialien)
• Kennen lernen der Kinder
Vereinbarte Grundlagen des Konzeptes im Jahr 2007/2008
• Hospitationen: offen für alle, gezielte und verstärkte Einplanung, insbesondere für künftige Erstklasslehrer
Gemeinsame Unternehmung mit Kindern mit dem Ziel
Von einander und miteinander lernen durch:
• Gemeinsame Feste
• Gegenseitige „Schnupper-Besuche“
• Gemeinsame Projekte und Lerninhalte
• Gemeinsame Ausflüge, mit der neuen Partnerschule (z.B.: nach Frankreich, Treffen im Landauer Zoo)
Vereinbarte Grundlagen des Konzeptes im Jahr 2007/2008
• 22. Januar 2008 wird als gemeinsamer Tag mit Programm gestaltet
• eine Partner-Kita/-Grundschule im Grenzgebiet wird gesucht
Dokumentation mit dem Ziel
Erstellen einer Sammlung bewährter Konzeptideen und gelungener Praxiszusammenarbeit als Beispiel für andere Kita-GS-Kooperationen,
(Festhaltung schriftlicher Vereinbarungen, Zielsetzungen, Arbeitsergebnisse, Foto- und Filmbeispiele für eigene Kita/GS-Homepage als eine Art „Portfolio aller Beteiligter“).
Vereinbarte Grundlagen des Konzeptes im Jahr 2007/2008
• Digitalfotos, Presseinformationen
• Suche nach Sponsoren für finanzielle Unterstützung zur Beschaffung von authentischen Medien, technischen Geräten, Party-Crepes, Tages-Ausflüge
Vereinbarung für das Jahr 2009
• Evaluation des Projektverlaufs
Ausblick für Dezember 2008
• GS beteiligt sich am Französisch-Projekt innerhalb des 100-jährigen Jubiläums der Kita.
