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Storytelling zu dem Bilderbuch „J’ai chaud“

Thema: Storytelling zu „J’ai chaud“
Klassenstufe: 1/2
Zeitansatz: ab ca. 2 Std.

Angestrebte Kompetenzen:
Einfache authentische Texte hörend verstehen
Passende, bekannte Redemittel sprachbegleitend einsetzen (z.B. Tiernamen während des Storytellings selbst benennen)
Sich wiederholende, neue Redemittel mitsprechen
Die Geschichte nachspielen und dabei passende Redemittel einsetzen

Bezug zum Orientierungsrahmen im Teilrahmenplan Fremdsprache:
Jahreszeiten, Klima
Hobbys und Interessen (Lieblingstiere)
Märchen, Mythen, Phantasien: Kinderliteratur
              
Unterrichtsgeschehen:
Anschließend an eine Unterrichtseinheit zum Thema „Zoo“, in der die Kinder u.a. bereits die Namen verschiedener Zootiere in französischer Sprache lernen konnten, bietet sich der Einsatz dieses Bilderbuches zur Wiederholung und Festigung sowie als Einstieg in eine Einheit zu „Licht und Schatten“ an, insbesondere im Sommer.
Um die Namen der Zootiere zu lernen, eignen sich kleine Lieder (z.B.: „Un éléphant, ça trompe“, bei dem man auch die Zahlen gut lernen/wiederholen kann) und das „Rappen“ der Tiernamen (mit ausreichend viel Training geht das auch im „Chor“):

Zootiere gerappt (je mehrfach hintereinander)Rhythmussprache
 Croco-dile/gi-rafeTiti titi ta hm
 ss-ser-pent Tai-ti ta hm
Zè-bre/ti-gre - lion Titi titi hm ti ta
Sin-ge, oursTa ta ta hm
 Hi-ppopo-tame/hi-ppopo-tame Ta titi ta triola ta hm hm hm
Pin-gouin, phoqueTa ta ta hm

Beim Storytelling zu « J’ai chaud » können die Kinder bisher Gelerntes an verschiedenen Stellen einbringen. Die Darstellung der Schatten in Form der auf der nächsten Seite dann jeweils auftauchenden Tiere regen dazu an, die Tiere anhand der Schatten zu erraten und auch die erlernten Tiernamen zu benennen. Sobald das Tier dann sichtbar ist, kann die Klasse den passenden Rap anstimmen. Für den weiteren Verlauf und um die Kinder noch mehr einzubeziehen, sollten Redemittel wie „(Moi aussi)J’ai chaud!“, „Eh, toi! Qu’est-ce que tu fais là !? » „(Viens/Venez)Je/On cherche un coin frais.“, „Ah! De l’ombre, enfin.“ immer wieder verwendet werden, sodass sie sie nach und nach mitsprechen und dann auch selbst wiederholen können.

Wenn im Buch die vier Tiere einen Schattenplatz suchen, kann man das Storytelling unterbrechen, es nochmal erzählen, das bisher Geschehene wiederholen lassen, dann zum Sachunterricht überleiten. „Was ist ein Schatten?“ können die Kinder dann zunächst selbst versuchen zu formulieren, dann erproben. Sie erhalten je als Gruppe ausreichend Knetmasse und eine Taschenlampe. Damit sollen sie die Geschichte nachbauen (die Tiere formen und zwar so, dass das jeweils kleinere Tier sich in den Schatten setzen kann, die „Sonne“ (Lichtquelle – Taschenlampe) so steht, dass der Schatten entsprechend groß ist) und nachspielen. Integriert in den Lernbereich Deutsch könnten die Kinder die Geschichte auch aufschreiben, was aber beim Vorspielen der Geschichte unter gleichzeitigem Verwenden möglichst vieler Redemittel, hinderlich sein kann.
Im Sachunterricht werden dann die Erfahrungen und Erkenntnisse zum Thema „Licht und Schatten“ reflektiert. In der IFA geht es anschließend weiter mit dem Ende des Storytellings. „La mer“ bietet dann einen Austausch über Hobbys und Urlaubsziele (vor oder nach den Sommerferien) an, man kann mit französischer Landeskunde (la France et ces côtes) und auch mit dem Wiederholen und Ergänzen von Redemitteln zum Wetter anknüpfen (il fait chaud / il fait froid…).
 
Resümee:
Die eindeutigen und schön gezeichneten Bilder helfen den Kindern, sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Durch die Schatten werden sie motiviert, die Tiere zu erraten und damit erlernte Redemittel anzuwenden. Die gerappten Tiernamen kommen so gut an, dass die Kinder beim Auftauchen der Tiere nicht einfach die Namen benennen, sondern sie gleich rhythmisch sprechen oder beim Elefanten das Lied singen. Somit haben sie eine gute Basis, die Geschichte nicht nur nachzubauen, sondern auch dazu zu sprechen. Da „la mer“ lautgetreu geschrieben wird und im Buch größer abgedruckt ist, als die schwierigeren Dialoge, lesen die Kinder hier die ersten französischen Wörter und können diese auch als erste Beispiele für Wörter, die sie lesen und schreiben können, in ihr Portfolio aufnehmen.
Dieses Bilderbuch kann man bereits zum Ende des ersten Schuljahres sehr gut einsetzen.


Literatur:
Taruishi, Mako: J’ai chaud
ISBN:  978-2-211-20064-6

Anmerkungen:
Die Rhythmussprache nach Kodály findet sich z.B. im Teilrahmeplan Musik, S. 44.
Das Lied „Un éléphant“ (Text, Melodie mit Hörbeispiel und Noten) findet sich z.B. hier: externer Linkhttp://www.mamalisa.com/?t=fs&p=936&c=125 . (Es empfiehlt sich, es jeweils nur bis „énormément“ zu singen.)

Hinweis:
Das interner LinkBilderbuch „J’ai chaud“ wurde bereits kommentiert.

Petra Wilhelm

Diesen Bereich betreut E-Mail an Karen Finck, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am 23. August 2011. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz