Woher kommt der Wettbewerb, wer ist der Veranstalter?
Die Idee für einen Wettstreit dieser Art stammt aus Australien (seit 1978) und wurde von zwei französischen Mathematiklehrern nach Frankreich geholt. Zu Ehren der australischen Erfinder wurde er "Kangourou des Mathematiques (Känguru der Mathematik)" genannt. Immer mehr europäische Länder wurden für eine Teilnahme gewonnen, und so wurde 1994 der internationale Verein "Kangourou sans frontieres" mit Sitz in Paris gegründet, um die internationale Koordinierung, insbesondere die Vorbereitung der Aufgaben durch eine internationale Mathematikergruppe zu organisieren. Die Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im wesentlichen gleich, und werden überall am selben Tag bearbeitet. Im Reglement ist vereinbart, dass in jedem der Länder je Klassenstufengruppe bis zu fünf Aufgaben gegenüber den offiziell abgestimmten abgeändert bzw. ausgetauscht werden können, um der nationalen Spezifik der Lehrpläne Rechnung tragen zu können. Der Klausurtag jedoch ist einheitlich - der 3. Donnerstag im März. Ein Vergleich der Ergebnisse zwischen den Ländern erfolgt nicht; auch kein Vergleich zwischen Bundesländern oder Schulen.
In Deutschland beteiligen sich Schülerinnen und Schüler seit 1995 am Känguru-Wettbewerb. Bis 1999 wurde der Wettbewerb hier von der Arbeitsgruppe Känguru des Berliner Mathematikolympiade-Vereins organisiert. Am 12.11.1999 hat sich der Verein "Mathematikwettbewerb Känguru" e.V. gegründet und die Organisation übernommen:
"Mathematikwettbewerb Känguru e.V."
c/o Mathematische Schülergesellschaft
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Mathematik
Unter den Linden 6
10099 Berlin
In Deutschland nahmen im vergangenen Jahr ca. 155.000 Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teil.
