Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Schrift:
kleiner | größer |
Druckansicht
Logo: Landeswappen Rheinland-Pfalz
Grundschule
  • Hauptmenü 1Aktuelles.
  • Hauptmenü 2Amtliches.
  • Hauptmenü 3Grundschulordnung.
  • Hauptmenü 4Beratung.
  • Hauptmenü 5Bilinguale Grundschulen.
  • Hauptmenü 6Lernbereiche
    • Hauptmenü 6.1Kunst.
    • Hauptmenü 6.2Deutsch.
    • Hauptmenü 6.3Evangelische Religion.
    • Hauptmenü 6.4Fremdsprachen.
    • Hauptmenü 6.5Katholische Religion.
    • Hauptmenü 6.6Mathematik.
    • Hauptmenü 6.7Musik .
    • Hauptmenü 6.8Sachunterricht.
    • Hauptmenü 6.9Schulanfang.
    • Hauptmenü 6.10Sport
      • Hauptmenü 6.10.1Teilrahmenplan Sport.
      • Hauptmenü 6.10.2Bewegungsfelder in Theorie und Praxis
        • Hauptmenü 6.10.2.1Theorie: Miteinander und gegeneinander spielen.
        • Hauptmenü 6.10.2.2Praxis: Miteinander und gegeneinander spielen.
        • Hauptmenü 6.10.2.3Theorie: Bewegen im Rhythmus und zur Musik.
        • Hauptmenü 6.10.2.4Praxis: Bewegen im Rhythmus und zur Musik.
        • Hauptmenü 6.10.2.5Theorie: Bewegen an Geräten.
        • Hauptmenü 6.10.2.6Praxis: Bewegen an Geräten
          • Mit Kindern Bewegung planen, bauen und erleben.
          .
        • Hauptmenü 6.10.2.7Theorie: Bewegen mit Geräten.
        • Hauptmenü 6.10.2.8Praxis: Bewegen mit Geräten und Materialien.
        • Hauptmenü 6.10.2.9Theorie: Bewegen im Wasser.
        • Hauptmenü 6.10.2.10Praxis: Bewegen im Wasser.
        • Hauptmenü 6.10.2.11Theorie: Laufen, Springen, Werfen/Stoßen.
        • Hauptmenü 6.10.2.12Praxis: Laufen, Springen, Werfen/Stoßen.
        .
      • Hauptmenü 6.10.3Linktipps.
      • Hauptmenü 6.10.4Literaturliste.
      • Hauptmenü 6.10.5Fortbildungen.
      • Hauptmenü 6.10.6Entwicklung des Teilrahmenplans Sport.
      .
    .
  • Hauptmenü 7Medienbildung.
  • Hauptmenü 8Projekte.
  • Hauptmenü 9Rahmenplan.
  • Hauptmenü 10VERA.
  • Hauptmenü 11Wettbewerbe in der Grundschule.
  • Zusatzmenü 1Startseite.
  • Zusatzmenü 2Impressum.
  • Zusatzmenü 3Sitemap.
  • www.rlp.de
Bildungsserver > Grundschule.  > Lernbereiche.  > Sport.  > Bewegungsfelder in Theorie und Praxi....  > Praxis: Bewegen an Geräten.  > Mit Kindern Bewegung planen, bauen u...

Mit Kindern Bewegung planen, bauen und erleben

A Vorüberlegungen- Bewegung planen, bauen und erleben

Ziele eines handlungs- und spielorientierten Unterrichts

Gerade die veränderten Lebens - und Entwicklungsbedingungen der Kinder machen es notwendig dem Sportunterricht der Grundschule neue Schwerpunkte und Inhalte zu geben.

Warum soll man Kindern bestimmte Bewegungsfertigkeiten (z.B. am Schwebebalken) vermitteln, wenn sie über die motorischen Grundvoraussetzungen nicht verfügen und z.B. das Gleichgewicht nicht halten können?
Dort, wo die motorischen, aber auch die sozialen und personellen Voraussetzungen fehlen, ist es unsinnig, ausschließlich einen an Sportarten orientierten Unterricht mit Fertigkeitsschulung und Leistungsmessung durchzuführen. Der Sportunterricht darf kein Privileg für Vereinskinder bleiben, bei dem der Rest der Klasse nur „mitläuft“ und den Spaß an der Bewegung verliert.
Ziel des Sportunterrichtes muss es deshalb sein,
die Schüler anzuregen, sich handelnd mit ihrer sozialen und materialen Umwelt auseinanderzusetzen und diese zu begreifen.
Die Vermittlung von vielfältigen Wahrnehmungs- und
Bewegungsmuster steht im Mittelpunkt des Unterrichts. Diese Wahrnehmungs - und Bewegungsinhalte lassen sich am besten durch Spielhandlungen erreichen. Deshalb bilden Wahrnehmungs –und Bewegungsspiele einen wesentlichen Schwerpunkt in einem kind- orientierten, ganzheitlichen Sportunterricht. Der Aufbau einer positiven, freudvollen Einstellung zum Bewegungserleben ist dadurch für alle Schüler möglich. Parallel hierzu vollzieht sich automatisch, spielerisch und lustbetont die Ausbildung aller motorischen Grundeigenschaften, wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gewandtheit.

Ziele eines spiel- u. handlungsorientierten Sportunterrichtes

  1. Kognitiver Bereich: Entwicklung der Planungsfähigkeit
  2. Entwicklung der Handlungskompetenz

Die Handlungskompetenz ist als umfassende Fähigkeit zu betrachten. Sie ist das Ergebnis aus der Fähigkeit mit sich, der materialen und der sozialen Umwelt umgehen zu können. Diese drei Kompetenzen überschneiden sich, sind voneinander abhängig und bedingen sich gegenseitig.

3. Verbesserung der Ich – Kompetenz

Sich und seinen Körper wahrnehmen, erleben, verstehen und mit seinem Körper umgehen können.


4. Verbesserung der Sachkompetenz

Die materiale Umwelt wahrnehmen, Informationen über sie erlebend und verstehend verarbeiten und in und mit ihr umgehen können.


5. Verbesserung der Sozialkompetenz

Die soziale Umwelt wahrnehmen, erleben, verstehen und mit ihr umgehen können


6. Aufbau einer positiven, freudvollen Einstellung zum Sportunterricht

B Aufbau einer Unterrichtseinheit

3 Phasen des Unterrichts

Phase 1

Kennen lernen der Handlungsbedingungen ( Aufbauten werden vorgegeben)

Bevor thematisch bestimmte Bewegungslandschaften oder Geschichten in der Halle aufgebaut werden können, müssen die Kinder über ein bestimmtes „Materialrepertoire“ verfügen. Hierzu müssen die Schüler vielfältig Geräte, Gerätekombinationen und Variationen erfahren und ausprobiert haben:

  • Erproben der materialen Eigenschaften
  • Materialerfahrung und deren handelnder Umgang
  • Spielidee wird über den Geräteaufbau vorgegeben

Phase 2

Ausführung vorgegebener Handlungen

Komplexe Spielhandlungen, größere Themenkomplexe
(Geschichten und erster Geräteaufbau) bestimmen den
Handlungsrahmen, geben Struktur:

  • die Kinder spielen die Geschichte nach
  • bekannte Bewegungsbauten werden wieder verwendet

Bezug zum allgemeinen Unterricht

Fächerübergreifendes Unterrichten ist möglich:

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="2"><tbody><tr><td>Kunst</td><td>Themen bezogene Bilder...</td></tr><tr><td>Mathe</td><td>Lagepläne zeichnen, Maßstab vergrößern-verkleinern</td></tr><tr><td valign="top">SU</td><td>Indianer, Igel, Erbeben /Tsunami, aus dem Leben einer Maus, eines Eichhörnchens.... Pfälzer Wald, Sumpflandschaften....</td></tr><tr><td valign="top">Deutsch</td><td>passende Literatur/ Kinderbücher:
Der kleine Hobbit, fliegender Stern, Abenteuer......
</td></tr><tr><td></td><td></td></tr></tbody></table>

Phase 3

Freie Handlungen

Eigene Themen werden von den Kindern vorgegeben:
Die kognitive Ebene steht im Vordergrund:

  1. Stoffsammlung
  2. Vorerfahrung aus Phase 1 und 2 ist notwendig
  3. Selbstständiges Erarbeiten eines Handlungsplanes

Bezug zum allgemeinen Unterricht

Fächerübergreifendes Unterrichten ist möglich!

C Praxisbeispiele

Zu Phase 1

Voraussetzungen schaffen:
Kennen Lernen von „fahrbaren“ Sportgeräten:
Rollbretter, Pedalos, Kombinationen....

Arbeitsauftrag:
Benutzt die Rollbretter als Fahrzeuge (z.B. Taxi, Paddelboot, Schiff, Piratenschiff, LKW.........)!

a)

Baut unterschiedlich große „Fahrgeräte und probiert möglichst
viele Möglichkeiten aus!

Materialien: Rollbretter, kleine Kasten, große Kastenoberteile,
Langbänke, Niedersprungmatten, kleine Matten, Seile, Stäbe...

b)

Baut mit Hilfe von Rollbrettern, Seilen und Matten ein Karussell!
Probiert viele Möglichkeiten aus, wie man dieses Spielgerät
einsetzen kann!

Z.B: Auf dem Karussell kann ich liegen (mit offenen und geschlossenen Augen), sitzen, stehen, hüpfen...

Material: Rollbretter, Seile, unterschiedliche Matten


c)

Baut einen Geschicklichkeitsparcours mit Straßen und
Hindernissen und probiert eure Fahrkünste aus!

Material: Rollbretter, Seile, Kegel, Langbänke, Kletterseil,
Ringtennis, Jogurtbecher

Zu Phase 2

Thema und Material wird vorgegeben

Sumpflandschaft

Situation: Eine Expedition durchquert ein fremdes Land.
               Plötzlich gerät sie in eine Sumpflandschaft!

Aufgabe:   Es gibt da noch einen reißenden Fluss, 
               der überquert werden muss!

Ziel:         Gleichgewichtsschulung - Balancieren

Klettertour

Situation:  Klettertour durch den Pfälzer Wald

Aufgabe:   Baut in der Turnhalle eine Kletterlandschaft
               auf! Beim Klettern überqueren wir Berge, 
               Schluchten, kommen an Gletschern vorbei,
               balancieren an steilen Wänden, laufen über
               spitze Steine ...

Ziel:         Verbesserung der grobmotorischen Fähigkeiten
                Arm- und Beinkraft, Ausdauer, Gewandtheit,
                Balancieren

Geräte:     alle Großgeräte

Aus dem Leben einer Maus

Situation:  Wintervorräte müssen in die Mäusewohnung
                "geschafft" werden. Auf ihren "Ausflügen"
                entdeckt die Maus Lilli viele aufregende und
                gefährliche Dinge.  

Aufgabe:    Baut in der Turnhalle eine bodennahe
                Landschaft! Denkt daran, Mäuse sind sehr
                klein und haben es gerne warm.

Ziel:         Gewandtheit - Geschicklichkeit

Geräte:     Schwungtücher, Ikea-Tunnel, Netze, Fußballtor,
               große Kastenteile, verschiedene Ballarten,
               Bällchenbad, Matten

Abenteuer des kleinen Hobbits Bilbo
Auf Abenteuerreise mit dem kleinen Hobbit Bilbo (ausgearbeitete Geschichte)

Ziel:   Körperwahrnehmung
          Grobmotorische Eigenschaften

Geräte:  Großgeräte, Alltagsmaterialien, Schwungtuch

Zu Phase 3

Schüler entwickeln aus eigenen Ideen /Bedürfnissen /Interessen....
eigene Landschaften und erfinden dazu eine passende Geschichte.


Grundschule Annweiler

Diesen Bereich betreut E-Mail an Karen Finck, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am 14. Dezember 2006. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz