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Unterrichtspraktische Anregungen zum Bewegungsfeld:Laufen – Springen - Werfen - Stoßen

Begrüßungsspiel: Atomspiel „Zeitlupen – Begrüßen“
Kartenspiel: Sortieren von Spielkarten in Gruppen

 

Sprint

Ziel A: schnell laufen, antreten aus der Schrittstellung, Gewichtsverlagerung

 

1. Partnerjagd

P1 und P2 traben, auf Signal jagt P1        P2, beendet wird der Versuch durch zweites Signal, dann Wechsel (P1 und P2 haben je 3 Versuche)

2. Hipp – Hopp

Reagieren auf das Kommando „Hopp“ (akust. Signal)
Reagieren auf optisches Signal  (Vorstarter)

3. Balljagd

4 Gruppen nebeneinander, jeder „kegelt“ seinen Ball geradlinig nach vorne, so dass bei maximalem Antritt der Ball noch in der Endzone ersprintet werden kann.

Variation 1: verschiedene Bälle (Größe, Gewicht)

Variation 2: Balljagd in Paaren, P2 „kegelt“ den Ball an P1 vorbei; dieser startet, wenn der Ball die Linie vor ihm überrollt.

4. Startball

Paarweise hintereinander an der Startlinie. In 5 – 8 m Entfernung liegen Softbälle in Tennisringen. Auf Kommando starten Alle: P1 sprintet zum Ball und versucht den weitersprintenden P2 mit dem Ball zu treffen, bevor dieser die Ziellinie erreicht, dann Wechsel.

Variation: Vergrößerung der Startzone/ individuelle Anpassung des Abstandes

 

Ziel B: Steigerungslauf mit Tempomaximierung, Schulung der Schrittlänge, vom Frequenzlaufen zum freien Sprinten

 

1. Reifenbahnen – Steigerung

Sprintgemäßer Lauf durch ausgelegte Reifenbahnen (2 - 3 Reifenbahnen zur Differenzierung, Abstände Klasse 3/4: 40/50/60/70/80/90cm)

Variation: Verwenden von Markierungsstreifen, Fliesen, Änderung des Abstandes


2. Sprinten mit Betonung des Kniehubs (Koordination)

Laufen durch die Reifen-, Karton-, Schaumstoffteile mit einem Kontakt pro Reifen-, Karton-, Schaumstoffzwischenraum

4 Bahnen mit: 

5 – 8 Kartons
8 Reifen
8 Schaumstoffteilen
8 Hütchenreihen


3. Sprint als Frequenzlauf

Mit hoher Frequenz durch Sprintbahnen.
Die Abstände sind so zu wählen, dass ein druckvoller Sprint ermöglicht wird.
Abstände zu Beginn: ca. 80cm
Strecke: ca. 20m

Weiterführung: Die Abstände der Markierungen nehmen kontinuierlich zu.

 

Ziel C : Antritt – Beschleunigungsphase – freier Sprint

1. „Kauer – Start“

enge Schrittstellung  (Fuß vor Fuß)
bei Kommando „auf die Plätze“ in Kauerstellung

 

2. Additionssprint

Vorgegebene Zeit: 7 sec. (Stoppuhr)
Zonentafeln nach 25 m, alle weitere 3 m weitere Zonen (nur Hinweg).

Auf Startsignal in 7 sec. möglichst weit sprinten. SS erhalten die Punktzahl der beim Stoppsignal erreichten Zone und addieren diese zu einem Endergebnis.

 

3. Risikosprint

Vorgegebene Zeit 7 sec. (Stoppuhr)

Die Schüler versuchen, auf ein Startsignal in der vorgegebenen Zeit einen Gegenstand (Tennisball, Softball, Flatterball, Hockeyball) aus einer selbstgewählten Zone (Risiko) schnellstmöglich zu holen und über die Start-/ Ziellinie zu transportieren.

Gelingt dies => Punktzahl der erreichten Zone,
Gelingt dies nicht => keine Punkte.


Sprung

Ziel A: vorbereitete Sprungschulung: Körperspannung, angezogene Fußspitze, Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten

 

1. Seilspringen in unterschiedlichen Variationen

Gruppenspringen (Schwungseil ca. 5m)
Allein mit dem Seil: beidbeinig, einbeinig, galoppieren, usw.

 

2. Hüpfender Tausendfüßler/ klebriges Poppkorn

5 –7 Kinder (Kopf) hüpfen eine Figur (Ziffer, Buchstabe, Form, …) vor. Die gehüpfte Form soll von der Gruppe erraten werden, danach Wechsel

 

3. Punkt, Punkt, Komma, Strich

5 –6 Kinder (Gruppen)
Zeichenblatt ca. 20cm über Reichhöhe an der Wand befestigt, nacheinander in die Höhe springen und ein Gesicht zeichnen.

Variation 1: Figurenzeichnen
Variation 2: einbeiniger Absprung
Variation 3: Gegenhand zeichnet
Variation 4: andere Zeichenaufgaben

 

Ziel B: Erlernen des Steigesprungs (vorn oben!)
Fußaufsatz über die ganze Sohle
Schwungbein lange fixieren
gegengleicher Armeinsatz

 

1. „über Matten“

Matten liegen unregelmäßig in der Halle, Steigesprünge rechts und links über Mattenecken

Variation: Mattenecken mit querstehenden Schaumstoffquadern

 

2. Steigesprünge in Folge

4 –6 Hindernisse stehen in regelmäßigen Abständen in Reihe (4,5m – 5,5m).
Diese werden aus einem 3er - Schritt – Rhythmus überwunden.

3 Bahnen: 

4 Matten mit Bananenkartons
4 Matten mit je 4 Schaumstoffteilen
4 Matten mit je 2 Hütchen/ einer Gymnastikstange

Hindernishöhe: bis zu 50cm

Abstände: 

3er - Rhythmus 4,5m – 5,5m
5er – Rhythmus 7,5m – 8,5m

  

3. Sprunglauf

Fortlaufendes Springen mit wechselndem Sprungbein,
ausgelegte Reifenbahnen, Schaumstoffquader, Markierungsstreifen, Matten

 

Ziel C: vom Weit – Springen zum Schrittweitsprung

Anlauf steigernd, Absprung nach vorn – oben, Oberkörper aufrecht, Arme gegengleich, hohes Schwungbeinknie, schnell – kräftiger Absprung, angezogene Fußspitze

 

1. Hindernis überspringen (Sprunganlage 1)

Reifenbahn/ Markierungen: druckvoller Sprint
Hindernisse eher in die Weite als in die Höhe
Erhöhter Absprung (Kastenoberteil)

Hinweis: erhöhter und ebener Absprung nie in einer Unterrichtseinheit

Weiterführung: Absprung ohne Erhöhung

 

2. Schräge Ebene (Sprunganlage 2)

Anlauf mit 7/ 9 Schritten

 

3. Mattenrutschen


C. Wurf

Ziel: vielfältige Wurfsituationen mit unterschiedlichen Wurfgeräten (Flatterbälle, Tennisbälle, Heuler, Softbälle, …) beidarmig, einarmig

 

Werfen aus Schrittstellung

1. American Gladiators

Mannschaftsspiel / „Geschütze“ / Bälle

2. Sautreiben

Gymnastikbälle, Medizinball/ Therapieball

 

3. Stationen zu Werfen nach vorn oben gegen die Wand
zielgenaues Werfen
Wurfbuden

4. Weit hinauswerfen (mit verschiedenen Wurfgeräten)

Mannschaftsspiel (Werfer/ Läufer)
Ziel: weites Werfen

M1 wirft auf Signal, auf 2. Signal starten die Läufer (M2) und sammeln die Bälle schnellstmöglich ein. L. stoppt die Zeit, dann Wechsel.

 

GS Annweiler

 

 

Literatur:

Leichtathletik in der Schule
Band 1: Laufen und Sprinten
DLV, Stuttgart 1998, ISBN – Nr.: 3-9801514-4-1
Band 2: Springen und Werfen
DLV, Stuttgart 2001, ISBN – Nr.: 3-9801514-9-2

Rahmentrainingsplan für das Grundlagentraining, Band 1
W. Joch, DLV, Meyer und Meyer Verlag Aachen 1991
ISBN – Nr.: 3-89124-097-X 

Sport mit Grundschulkindern
Praxishandbuch, Band B
Autorenteam, Gammertingen 1986
Acker KG – Sportbuchversand 

Stundenbilder für die Leichtathletik Band 2
W. Petsch, Büttner – Druck, Eckental 1988
ISBN – Nr.: 3-925460-03-9

1003 Spiel- und Übungsformen in der Leichtathletik
W. Bucher, K. Murer, K. Hofmann Verlag, Schorndorf 1986
ISBN – Nr.: 3-7780-6235-2

Diesen Bereich betreut E-Mail an Karen Finck, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am 14. Dezember 2006. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz