Grundschulen können sich als "Partnerschule mit dem Schwerpunkt Bewegung, Spiel und Sport" qualifizieren
In Anlehnung an die Einführung der „Partnerschulen des Sports“ für Schulen im Sekundarbereich wird es ab dem Schuljahr 2009/2010 auch eine Qualifizierungsstufe für die Grundschulen geben; sie wird: „Partnerschule – Bewegung . Spiel . Sport“ heißen.
Die Grundlage für diese Auszeichnung stellt eine langjährige Zusammenarbeit mit Vereinen gemäß dem Kooperationsmodell „Sport in Schule und Verein“ dar.
Das gemeinsame Ziel aller an einer solchen Grundschule beteiligten Gruppierungen ist es, sowohl erlebnis- und erfahrungs- als auch leistungsorientierte Sportinteressen der Kinder zu berücksichtigen.
Um diese Ziele zu erreichen, erhalten die Schülerinnen und Schüler über die amtlichen Festlegungen zur Unterrichtsorganisation hinaus ein tägliches, systematisch vorbereitetes Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot, das in altersgerechter Form motorische Anforderungen mit Spaß und Freude der Kinder verbindet. Auch das soziale Wohlbefinden aller Mitwirkenden hat einen hohen Stellenwert.
Kinder in der Grundschule benötigen eine breit angelegte Förderung der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten, die sowohl im Fachunterricht als auch außerhalb des Unterrichts ihren Platz hat. Vielfältige Spiel-, und Übungs- und Trainingsformen, die auf den Leistungsmöglichkeiten und Interessen der Lernenden aufbauen, sollen vermittelt werden. Üben und Wetteifern sind wesentliche Merkmale des Sports und damit prägende Faktoren einer ganzheitlichen Persönlichkeitsstruktur, sie sind auch für die Talentsuche bedeutsam.
Eine frühe Motivation für Bewegung, Spiel und Sport wird durch folgende Elemente entwickelt:
- Kooperation mit einem Sportverein (auch in der Talentsuche)
- tägliche motorische Angebote: Sportunterricht ergänzt durch systematische Bewegungseinheiten
- bewegter Unterricht / Bewegte Pause
- qualifizierte Lehrkräfte / Ermöglichung von Fortbildung
- Begabtenförderung im Schulsport / Teilnahme an Wettbewerben mit landesweiter Bedeutung
- außerunterrichtlicher Schulsport
- Sportförderunterricht
- bewegungsfreundliche Gestaltung der Schulräume und der Außenanlagen
Grundschulen, die die markierten Anforderungen erfüllen, können einen formlosen Antrag an das Bildungsministerium auf Anerkennung als „Partnerschule – Bewegung . Spiel . Sport“ stellen. Die Entscheidung treffen einvernehmlich das Bildungsministerium und der Landessportbund.
Bei der Umsetzung dieser Strategie sind vor allen Dingen kooperierende Vereine gefordert.
Dabei wäre es ideal, wenn die im Grundschulalter begonnene Talentsichtung in einer weiterführenden Schule als Talentförderung, zum Beispiel auch im Rahmen der Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“ fortgesetzt werden könnte.
Weitere Informationen bei:
Herbert Tokarski
MINISTERIUM FÜR BILDUNG,
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