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Naturwissenschaftliches Lernen in der Primarstufe

"Schon von klein an sind Kinder neugierig und wollen ihre Umwelt erkunden. Insbesondere naturwissenschaftliche Phänomene werden sehr früh interessiert wahrgenommen, bestaunt und untersucht. Wer Kindern dabei zusieht, wie sie an selbst gebastelten Windrädchen oder Papierspiralen die unterschiedlichen Wirkungen von Luftströmen erproben, wird kindliche, naturwissenschaftliche Neugier nicht anzweifeln. Um diese Neugier zu fördern, muss naturwissenschaftliches Denken und Handeln frühzeitig in kindlichen Bildungsprozessen verankert werden.

Naturwissenschaftliches Lernen in der Grundschule geht in erster Linie von den Lebenswelterfahrungen und den Fragen der Kinder aus, nicht von einem streng vorgegebenen Curriculum. Kinder haben Fragen, viele Fragen. Kinder fragen unentwegt: Wieso? Weshalb? Warum? Sie sind grenzenlos neugierig und wissensbegierig. Sie wollen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. [...]

Der mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 eingeführte Teilrahmenplan für den Lernbereich Sachunterricht bietet unseren Schulen gute Gelegenheiten, der Kompetenzentwicklung auch im naturwissenschaftlichen Bereich neue Akzente zu setzen. Er führt Grundschülerinnen und Grundschüler noch stärker an naturwissenschaftliches Denken heran, weil er ihnen neue Wege eröffnet, sich früh und verstärkt mit den Phänomenen der belebten und unbelebten Natur Natur auseinanderzusetzen. Er ermöglicht von Anfang an eine noch stärkere Vernetzung einzelner kindlicher Erfahrungsbereiche miteinander. Er schafft die Vorraussetzungen für vielfältige konkrete Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Sachverhalten und lässt Kinder Phänomene von möglichst vielen Blickwinkeln aus ergründen. Er nutzt kindliche Neugier für naturwissenschaftliche Grundbildung."

Doris Ahnen
Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur