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6. Landestagung SINUS-Transfer Grundschule am 23. und 24. September 2008 auf der Ebernburg, Bad Münster am Stein

Nach fast einem Jahr Pause, in dem SINUS-Studientage an den Schulen für alle Kolleginnen und Kollegen durchgeführt wurden, fand auf der Ebernburg bei Bad Münster am Stein die nunmehr sechste Landestagung statt.
Ministerialrat Hans-Josef Dormann dankte am Nachmittag des 23. September den fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die bisher geleistete Arbeit an den Schulen und sprach sich dafür aus, dass das SINUS-Projekt auch nach der regulären Laufzeit im Sommer 2009 weitergeführt werden kann.
Er wies auch auf das 2009 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur mit Unterstützung der Chemie Verbände Rheinland-Pfalz geplante Jahr der Naturwissenschaft hin, bei dessen Organisation und Umsetzung auch die SINUS-Schulen maßgeblich beteiligt sein werden.

Im ersten Vortag des Tages referierte Dr. Helmar Hengartner,
Fachhochschule für Pädagogik, Aargau - Bildungszentrum,  zum Thema „Mit Lernumgebungen unterrichten:  Vielfalt unterstützen und eigenes Denken stärken“.
Mit Hilfe von Kinderdokumenten zeigte Dr. Hengartner sehr anschaulich Aspekte von Heterogenität auf und legte anhand der ausgewählten Beispiele dar, wie durch den Unterricht mit Lernumgebungen die Förderung aller Kinder – von Rechenschwachen bis zu Hochbegabten – möglich werden kann.

Foto Dr. Hengartner während seines Vortrages  

Danach stellte Diplom-Biologin Christa Bauer die „Arbeit mit der Forscher-Werkstatt“ vor. Das kostenpflichtige Download-Angebot umfasst unter anderem zahlreiche Versuchsanleitungen für Forscherkisten sowie weitere Materialien zur Einrichtung und Organisation einer Forscherwerkstatt.
Alle SINUS-Schulen hatten im Vorfeld einen Zugang zu diesem Internet-Portal www.forscherwerkstatt.de erhalten.

 

Nach dem Abendessen wurden in Set-Treffen in erster Linie organisatorische Dinge geklärt und die weitere SINUS-Arbeit geplant.

Am zweiten Tag wurden in zwei Runden je ein Workshop zu den Schwerpunkten Mathematik und Naturwissenschaft angeboten.

Dr. Elmar Hengartner versprach im ersten Workshop: „Mehr Unterrichtserfolg mit Lernumgebungen“ und stellte mehrere Beispiele aus seinem Schweizer Projekt vor.
Er plädierte für eine Öffnung des Unterrichts durch Lernumgebungen, d.h. durch reichhaltige Aufgaben, welche vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung anbieten. Das Niveau – ob einfach oder sehr anspruchsvoll - bestimmen die Kinder selbst.

Impressionen aus den Workshops

Foto aus den Workshops, ein Kamel spiegelt sind an der Wand


Dr. Eva Heran-Dörr von der Universität München arbeitete im anderen Workshop zum Thema „Lernangebote und Lernschwierigkeiten im physikbezogenen Sachunterricht am Beispiel Optik“. Zunächst zeigte sie in einem Vortrag themenspezifische Vorstellungen von Grundschulkindern zu den Inhalten „Licht und Schatten“ und  „Spiegelbild“ auf. An Lernstationen konnten dann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Erfahrungen zu den Inhalten machen, dies kritisch reflektieren und diskutieren um daraus wichtige Anregungen und Hinweise für eine kognitiv aktivierende Unterrichtsgestaltung zu erhalten.

Foto: Dr. Heran Dörr während des Workshops

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich mit den angebotenen Inhalten und der intensiven Arbeit sehr zufrieden und lobten die gute Organisation der 6. Landestagung ebenso wie die guten, vielfältigen Impulse der engagierten Referenten für den eigenen Unterricht.


Heike Wadehn
SINUS-Landeskoordinatorin
Grundschule am Königspfad
Göllheim

Diesen Bereich betreut E-Mail an Karen Finck, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am  6. Januar 2009. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz